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Worum geht es in dem Projekt?

Liebe, Krankheit, Heimat, Identität – all diese Themen vereint der geplante Kurzfilm „Heimfinden“. Angesiedelt ist das Ganze im Bergischen Land, genauer gesagt im Stadtteil Velbert-Langenberg, gedreht wird zu großen Teilen in den Antiquariaten der Bücherstadt sowie in der Altstadt.

Die Handlung:
Drei Leben verflechten sich auf tragische Weise. Klara (26), nach dem Krebstod ihres Lebensgefährten aus ihrem bisherigen Leben gerissen, isoliert sich von Familie und Freunden. Als Betreuerin kommt sie schließlich in das Haus des an Multipler Sklerose erkrankten Buchhändlers Nicolay und seiner Schwester Elsa. Dem Elternhaus der Geschwister droht die Zwangsvollstreckung und Nicolay die Unterbringung in einem Heim. Identität und Heimat – sie drohen alles zu verlieren. Ebenso wie Klara, die Sinn und Ziele im Leben verloren hat und nur mit Beruhigungspillen durch den Tag kommt. Langsam nähern sich Nicolay und Klara einander an, bis die Situation schließlich eskaliert …

Drei Schicksale, drei Menschen, die nach dem Halt im Leben suchen und auf ganz unterschiedliche Art um ihr Leben kämpfen. Der Film ist stark auf das Thema Heimat und die Region Bergisches Land ausgerichtet. Gedreht wird daher überwiegend in der historischen Altstadt des Ortes Velbert-Langenberg und in den Antiquariaten der Bücherstadt. So wird der Film zum Kulturträger des Bergischen Landes, regional ebenso wie überregional. Es besteht eine Kooperation mit dem Verein Bücherstadt Langenberg e.V., (siehe Bild unten Antiquariat um Bücherhaus)

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Mit deiner Unterstützung können wir den Film in der ursprünglich geplanten Form drehen, bearbeiten und anschließend in eine größere Anzahl an Kinos und Festivals bringen.
Gerade momentan, in einer Zeit, in der die gesamte Kulturbranche leidet, ist es wichtig, derartige Projekte zu planen und so bald wie möglich umzusetzen. Du setzt dich damit außerdem dafür ein, das Bergische Land bei einem größeren Publikum bekannt zu machen.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Mit „Heimfinden“ möchten wir vieles erreichen. Zum ersten einmal natürlich unterhalten. Denn, so profan das auch klingen mag, Unterhaltung ist wichtig. Nicht nur in Zeiten wie diesen, in denen Corona uns zu großen Teilen an unsere Wohnungen und Häuser fesselt.

Wir gehen aber noch weiter und sagen: Dieser Film soll als Kulturträger des Bergischen Landes fungieren. Der Stadtteil Velbert-Langenberg mit seinen mittelalterlich-geprägten Gassen sowie den zahlreichen Fachwerk- und Schiefergebäuden lässt die Vergangenheit lebendig erscheinen.
Wir kooperieren mit dem Verein Bücherstadt Langenberg e.V., wodurch der Filmdreh vorwiegend in den dortigen Antiquariaten stattfinden kann, die ebenso wie der Ort selbst auf diese Weise regionale und überregionale Aufmerksamkeit erfahren. Sie unterstreichen zudem die Bedeutung, die die Literatur nicht nur für die Figuren im Film, sondern ebenso für Velbert-Langenberg selbst hat.

Und noch etwas anderes ist uns wichtig: „Heimfinden“ fördert die Auseinandersetzung mit wichtigen Themen unserer Zeit. Mehr noch, der Film fordert diese Auseinandersetzung.
Zum einen haben wir hier die Erkrankung Multiple Sklerose, die jeden treffen kann. Sie macht vor niemandem halt. Und zum anderen das Thema Heimat, das für zahlreiche Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen bedeutsam ist. Der drohende Verlust des Elternhauses der Hauptfiguren, aber auch das Gefühl von Einsamkeit angesichts großer Probleme sowie das „Nicht-mehr-Einssein“ der Hauptfigur Nicolay mit dem eigenen Körper aufgrund der MS-Erkrankung – all das steht für den Verlust der Heimat ebenso wie für die Suche nach ihr.

Der Kurzfilm ist generationsübergreifend und für eine große Zielgruppe interessant, egal ob 14 oder 99.
Die Beschäftigung mit bedeutsamen Themen wie Krankheit und Tod, Verantwortung, Selbstverwirklichung, Schuld und Hoffnung macht „Heimfinden“ für ein breites Publikum relevant.

Skulptur (Tuchfühlung II / Norbert Bauer) im Stillen Park in Langenberg, auch ein Drehort des Films

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter „Heimfinden“ stehe ich, Schauspielerin und Regisseurin Martina B. Mann.
Seit 1988 habe ich auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum gespielt. Mein erstes Engagement führte mich ans Wolfgang Borchert Theater Münster. Es folgten Engagements quer durch Deutschland: Theater Heilbronn, LTT Tübingen, Theater Pforzheim, Theater Regensburg, Theater am Kurfürstendamm Berlin und Maxim Gorki Theater Berlin, sowie Mitwirkung in einigen Film – und Fernsehproduktionen.
Seit 2001 erarbeite ich, teilweise zusammen mit anderen Drehbuchautoren (Markus Steffl, Sperling, etc.) Drehbuchstoffe und unterrichte nach Stationen u.a. an der Filmschauspielschule Berlin und der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam nun seit 2018 im Studiengang Filmschauspiel an der Akademie Schwerte. Seit 2016 inszeniere ich meine Produktionen selbst.

„Heimfinden“ stammt aus meiner Feder. Ich selbst werde außerdem bei der Verfilmung Regie führen. Mit dem Film drücke ich die Verbundenheit zu meiner Heimat im Bergischen Land aus und möchte ihr die kulturelle Aufmerksamkeit verschaffen, die diese wunderbare Gegend verdient hat.

Velbert-Langenberg spielt eine große Rolle für den Film. Er wird vorwiegend in den Antiquariaten Langenbergs gedreht werden, was wir einer Kooperation mit dem Stadtteil Bücherstadt Langenberg e.V. zu verdanken haben.

Martina Mann
Vor dem Historischen Bürgerhaus Langenberg